Wind-Korrektionsrechner Sprint
Wandle deine gemessene Sprintzeit oder deine Weit-/Dreisprung-Weite in ihr windstilles Äquivalent um. Wissenschaftliche Modelle (Linthorne 1994 für Sprint, Moinat, Fabius & Emanuel 2018 für Sprünge).
Standard 0 – Meereshöhe
Die Sprintkorrektur verwendet das empirische Modell von Linthorne (1994). Weitsprung und Dreisprung verwenden die Koeffizienten von Moinat, Fabius und Emanuel (2018): +5,8 cm im Weitsprung und +10,2 cm im Dreisprung pro +2,0 m/s. Frühere mechanistische Schätzungen (Ward-Smith 1985) sagen größere Effekte bei Sprüngen voraus, 12 bis 23 cm bei +2,0 m/s, und dieses Tool verwendet den kleineren, datengestützten Wert. Die Höhenkorrektur wird bei Sprüngen nicht angewendet, da kein veröffentlichter Koeffizient existiert.
Korrektionsergebnis
Hinweis: Dieses Modell ist eine empirische Näherung (Linthorne 1994). Der tatsächliche Effekt variiert je nach Athlet, Temperatur und atmosphärischen Bedingungen.
Referenztabelle
Wirkung von Winden von −2 bis +2 m/s auf deine Leistung
So verwende den Windkorrektur-Rechner
Wähle eine windexponierte Disziplin
Wähle deine Sprintdisziplin: 100m, 200m oder Hürden. Jede Disziplin hat einen eigenen Windexpositionsfaktor im Modell.
Zeit und Windmessung eingeben
Gib deine gemessene Zeit in Sekunden (z. B. 10.23) und den offiziellen Windmesswert in m/s ein. Negative Werte sind Gegenwind.
Windstille-Äquivalent ablesen
Der Rechner gibt die korrigierte Zeit zurück — was du bei 0,0 m/s Wind auf Meereshöhe gelaufen wärst. Die Referenztabelle zeigt das vollständige Windspektrum von −2 bis +2 m/s.
Die Windkorrektur verstehen
Das Windkorrektionsmodell (Linthorne 1994) schätzt, wie viel deiner Sprintzeit auf Windbedingungen zurückzuführen ist. Rückenwind reduziert den Luftwiderstand und verbessert die Zeit; Gegenwind erhöht ihn. Die Korrektur entfernt diesen Umgebungsvorteil für einen fairen Leistungsvergleich.
Die +2,0-m/s-Regel
World Athletics erkennt Weltrekorde nur an, wenn der Wind ≤ +2,0 m/s beträgt. Leistungen mit stärkerem Rückenwind bleiben wettkampfgültig, werden aber als 'windunterstützt' markiert und von offiziellen Weltbestenlisten ausgeschlossen.
Hilft Höhenlage Sprintern?
Ja: In großer Höhe ist die Luft dünner, was den aerodynamischen Widerstand verringert. Die Korrektur beträgt etwa 0,035 s pro 1.000 m Höhe für 100m (Ward-Smith 1985). Rennen in Mexiko-Stadt (~2.240 m) profitieren von ca. 0,08 s Vorteil.
Häufig gestellte Fragen
World Athletics hat diese Grenze festgelegt, um die Vergleichbarkeit von Leistungen zu gewährleisten. Rückenwind über +2,0 m/s verschafft einen erheblichen mechanischen Vorteil, der Vergleiche mit Rennen unter anderen Bedingungen unzuverlässig machen würde.
Laut dem Linthorne-Modell (1994) bringt ein Rückenwind von +2,0 m/s einem 10-Sekunden-Sprinter etwa 0,10 s Vorteil. Zum Vergleich: Der Abstand zwischen Bolts Weltrekord (9,58 s) und 9,69 s beträgt 0,11 s.
Ja. Eine Höhe von 1.000 m bringt auf 100m etwa 0,035 s Vorteil durch geringere Luftdichte. Rennen in Mexiko-Stadt (~2.240 m) profitieren von rund 0,08 s.
Ein Anemometer wird bei 100m und Hürden am Rand der Bahn aufgestellt (50 m vom Start, 1,22 m Höhe). Die Messung erfolgt über 10 Sekunden ab dem Startschuss. Beim 200m wird in der Zielgeraden gemessen.
Ja. Eine datengestützte Studie von Moinat, Fabius und Emanuel aus dem Jahr 2018 ergab, dass ein Rückenwind von +2,0 m/s im Weitsprung etwa 5,8 cm und im Dreisprung 10,2 cm hinzufügt. Ältere mechanistische Modelle setzten den Effekt bei 12 bis 23 cm an, weshalb dieses Tool den kleineren, empirischen Wert verwendet. Die Höhe wird bei Sprüngen nicht korrigiert, da kein veröffentlichter Koeffizient existiert.