Wind-Korrektionsrechner Sprint
Konvertiere deine gemessene Sprintzeit in das windstille Meereshöhen-Äquivalent. Wissenschaftliches Modell (Linthorne 1994).
Standard 0 – Meereshöhe
Korrektionsergebnis
Hinweis: Dieses Modell ist eine empirische Näherung (Linthorne 1994). Der tatsächliche Effekt variiert je nach Athlet, Temperatur und atmosphärischen Bedingungen.
Referenztabelle
Wirkung von Winden von −2 bis +2 m/s auf deine Leistung
So verwende den Windkorrektur-Rechner
Wähle eine windexponierte Disziplin
Wähle deine Sprintdisziplin: 100m, 200m oder Hürden. Jede Disziplin hat einen eigenen Windexpositionsfaktor im Modell.
Zeit und Windmessung eingeben
Gib deine gemessene Zeit in Sekunden (z. B. 10.23) und den offiziellen Windmesswert in m/s ein. Negative Werte sind Gegenwind.
Windstille-Äquivalent ablesen
Der Rechner gibt die korrigierte Zeit zurück — was du bei 0,0 m/s Wind auf Meereshöhe gelaufen wärst. Die Referenztabelle zeigt das vollständige Windspektrum von −2 bis +2 m/s.
Die Windkorrektur verstehen
Das Windkorrektionsmodell (Linthorne 1994) schätzt, wie viel deiner Sprintzeit auf Windbedingungen zurückzuführen ist. Rückenwind reduziert den Luftwiderstand und verbessert die Zeit; Gegenwind erhöht ihn. Die Korrektur entfernt diesen Umgebungsvorteil für einen fairen Leistungsvergleich.
Die +2,0-m/s-Regel
World Athletics erkennt Weltrekorde nur an, wenn der Wind ≤ +2,0 m/s beträgt. Leistungen mit stärkerem Rückenwind bleiben wettkampfgültig, werden aber als 'windunterstützt' markiert und von offiziellen Weltbestenlisten ausgeschlossen.
Hilft Höhenlage Sprintern?
Ja: In großer Höhe ist die Luft dünner, was den aerodynamischen Widerstand verringert. Die Korrektur beträgt etwa 0,035 s pro 1.000 m Höhe für 100m (Ward-Smith 1985). Rennen in Mexiko-Stadt (~2.240 m) profitieren von ca. 0,08 s Vorteil.
Häufig gestellte Fragen
World Athletics hat diese Grenze festgelegt, um die Vergleichbarkeit von Leistungen zu gewährleisten. Rückenwind über +2,0 m/s verschafft einen erheblichen mechanischen Vorteil, der Vergleiche mit Rennen unter anderen Bedingungen unzuverlässig machen würde.
Laut dem Linthorne-Modell (1994) bringt ein Rückenwind von +2,0 m/s einem 10-Sekunden-Sprinter etwa 0,10 s Vorteil. Zum Vergleich: Der Abstand zwischen Bolts Weltrekord (9,58 s) und 9,69 s beträgt 0,11 s.
Ja. Eine Höhe von 1.000 m bringt auf 100m etwa 0,035 s Vorteil durch geringere Luftdichte. Rennen in Mexiko-Stadt (~2.240 m) profitieren von rund 0,08 s.
Ein Anemometer wird bei 100m und Hürden am Rand der Bahn aufgestellt (50 m vom Start, 1,22 m Höhe). Die Messung erfolgt über 10 Sekunden ab dem Startschuss. Beim 200m wird in der Zielgeraden gemessen.
Nein. Das Tool verwendet ein veröffentlichtes wissenschaftliches Modell (Linthorne 1994) zur Schätzung der Korrektur. Es wird von World Athletics nicht für offizielle Ratifizierungen verwendet. Die Ergebnisse sind Näherungswerte zu Informations- und Bildungszwecken.